PRP / Eigenbluttherapie

PRP steht für den englischen Fachbegriff „Platelet rich plasma“ –  Plättchenreiches Plasma.

In der Boulevard-Presse wird das Verfahren auch „Vampire-Lift“ oder „Eigenplasma-Behandlung“ genannt. Es ist eine ästhetische Behandlung, die das Potential des Eigenblutes des Patienten nutzt, um Zellen zu stimulieren. Prozesse zur Regeneration und Revitalisierung werden angestoßen. Diese Faltenbehandlung mit körpereigenen Wirkstoffen ist seit Jahren in den USA bekannt und mittlerweile auch in Deutschland immer populärer geworden.

PRP wird schon lange in der Sportmedizin bei Muskel- und Sehnenverletzungen, sowie Gelenkbeschwerden  eingesetzt, um eine schnelle Regeneration und Heilung zu erreichen.

Wie erfolgt die Behandlung?
Für die Herstellung des PRP wird zunächst Blut aus der Vene entnommen (ca. 10 ml) und in einem speziellen Röhrchen zentrifugiert. In der Zentrifuge erfolgt die Trennung des Blutes in die roten und weißen Blutkörperchen und in das Blutplasma, welches eine hohe Anzahl an Blutplättchen, Wachstumsfaktoren und Proteinen enthält. Dieses wird direkt in die zu behandelnden Areale injiziert (Gesicht, Decolleté, Hals, Hände, Kopfhaut).  Ihre volle biologische Wirkung entfalten die Wachstumsfaktoren in der Haut in den folgenden Tagen bis Wochen. Der Erfolg der Behandlung ist meist nach einigen Wochen am stärksten sichtbar. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, sollte die Behandlung im Abstand von ca. 4 und 8 Wochen wiederholt werden.

Wirkweise von PRP
Es werden körpereigene Wachstumsfaktoren aus aktivierten Thrombozyten in die Haut injiziert. Dies führt zu einer verstärkten Bildung von Kollagen und extrazellulärer Matrix, sowie verstärktem Wachstum von Fibroblasten und Blutgefäßen. Es kommt zu Prozessen wie bei der natürlichen Form der Wundheilung, allerdings in beschleunigter und intensiverer Form.

Einsatzgebiete von PRP
Die Anwendung in allen Regionen der Haut ist möglich, insbesondere bei Verlust der Hautelastizität und Anzeichen von Hautalterung. Es wird bevorzugt im Gesicht, Dekolleté, Hals und an den Händen injiziert. Es kann ebenfalls bei vermindertem Haarwachstum und Haarausfall eingesetzt werden.

Nebenwirkungen von PRP
Injektionsbedingte Nebenwirkungen wie Schwellung, Rötung und kleine Hämatome um die Einstichstellen können vorkommen, sind aber selten.

Der Vorteil der PRP Behandlung ist die Verwendung von körpereigenem Material, es treten daher keine Unverträglichkeiten auf und das Risikoprofil ist geringer als z.B. bei der Injektion von Hyaluronsäure.